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Oberinspektor Swoboda - Der Weihnachtsmann Killer
Laut hallte der Applaus durch die bis zum Bersten gefüllte Halle, der Gemeinschaftshalle Döbling. Oberinspektor Swoboda sah auf die Menge von Menschen, die ihm und seinen Kollegen, lautstark zujubelten, als er den Verdienstorden der Polizei an die Brust geheftet bekam. Nur leise nahm er die fast gebrüllten Worte des Ministers wahr, der eigens gekommen war, um ihm, den fast schon pensionierten Oberinspektor und seine Leute, für die Aufklärung des letzten Falles zu ehren. Swoboda nickte dankend, während vor seinem inneren Auge, die Ereignisse der letzten Tage vorüberzogen. Da war die Kopflose Leiche eines jungen Mannes gewesen und fast hatte es schon so ausgesehen, als ob dieser Fall zu den, wenigen ungeklärten Fällen seiner Karriere gezählt hätte, wäre nicht dieser Zufall passiert, mit dem keiner von ihnen gerechnet hätte. Völlig gedankenverloren starrte der Oberinspektor in die Menge der Leute vor ihm, während der Minister, eine Lobeshymne auf die Arbeit der Polizei vortrug, die schwülstiger nicht sein konnte.
Karin Hauser, die neben ihm stand gab ihm einen leichten Schubs, der ihn wieder in die Wirklichkeit zurückrief. Sie hielt ihre Lippen dicht an sein Ohr und brüllte, „Kumm gemma, Chef“. Swoboda nickte nur und schlurfte hinter seiner Kollegin her, die so schnell sie ihre Beine nur tragen konnten, hinter der nächsten Türe verschwand. Aufatmend schloss der Oberinspektor diese hinter sich und sah sich seinen Kollegen gegenüber, die ebenfalls bereits die Flucht ergriffen hatten. Hammer hakte seinen Chef unter und zog ihn zur provisorischen Bar, die man in diesem Nebenraum, aufgebaut hatte. Er reichte Swoboda ein wohl gefülltes Glas Bier, was dieser mit dankbarem Blick, entgegennahm. „Des hob I jetzt braucht“, grinste er und wischte sich den Schaum von den Lippen. „So vüll Tamtam, wegn eines geklärten Falles…ned schlecht“, sinnierte Schubert vor sich hin und biss in eine der Wurstsemmeln, die er sich gekrallt hatte. Swoboda nickte nur und flüsterte leise vor sich hin, „des ollas wegen eines geklärten Falles“.